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Bayern | Ausblick

Die königliche Seeforelle

Für die Fischer war sie einst ein wahrhaft königlicher Fang: Die Seeforelle (Salmo spp.) Das lag nicht nur an ihren stattlichen Ausmaßen mit bis zu 1,40 Meter Länge und 30 Kilogramm Körpergewicht. So legten königliche Dekrete zusätzlich fest, dass alle Seeforellen an den Hof des bayrischen Monarchen zu liefern waren. Das ist lange her und inzwischen ist die Seeforelle längst als "stark gefährdet" in der Roten Liste aufgeführt.

Seit Jahren arbeiten Forscher daran, herauszufinden, wie die Seeforelle im Starnberger See wieder heimisch werden kann. Fischer setzten stets Jungfische ein, um die Seeforelle zu erhalten. Denn das Problem der Seeforellen ist ihre spezielle Fortpflanzungsstrategie: Wie Lachse wandern sie von den Seen in die Zuflüsse hinauf, um dann dort im seichten Kies abzulaichen, sie kehren, wenn man so will, an ihren eigenen Geburtsort zurück. Die Wissenschaft nennt dies "Homing".

Allerdings hat diese Strategie in Bayern vielerorts zum Aussterben der Seeforelle geführt, weil Dämme und Wehre unüberwindbare Hindernisse auf diesen Wanderrouten darstellen. So ergeht es auch der Seeforelle im Starnberger See. Dessen drittgrößter Zufluss, der Lüßbach, ist 19 Kilometer lang – doch dort zu laichen, ist für die Seeforelle unmöglich. Nach nur etwa 400 Metern erreichen die laichbereiten Fische einen Absturz und eine alte, einsturzgefährdete Wehreinlage, die sie nicht überwinden können. Beide Bauten gefährden nach Einschätzung des zuständigen Wasserwirtschaftsamt den ökologischen Zustand des Gewässers, deshalb müssen sie so naturnah wie möglich zurückgebaut werden.

Das ist zumindest das Ziel der Forscher am Institut für Fischerei in Starnberg. Konkret wollen sie die Bürger, die dort noch alte Wasserrechte besitzen, von dem Rückbau überzeugen und dann ein Raugerinne mit Beckenstruktur schaffen, um so den Seeforellen die nötige Wassertiefe zu geben und ihnen Ruhezonen während des Aufstiegs in den Bach anzubieten. Zudem soll ein kleiner künstlich geschaffener Wasserlauf als Umgehung um das geplante Raugerinne angeschlossen werden, um auch schwimmschwächeren Fischarten und Makrozoobenthos das Wandern im Fluss zu ermöglichen.

Die Akademie will die Arbeit der Forscher rund um den Biologen und stellvertretenden Institutsleiter Dr. Michael Schubert unterstützen und so ihren Beitrag dazu leisten, die Seeforelle wieder heimisch werden zu lassen.

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