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Bayern

Wie gut geht es eigentlich Reh und Gams?

Das Reh gilt als scheuer Waldbewohner, die Gams hingegen als Charakterart der Alpen. Doch der zunehmende Siedlungs- und Bewirtschaftungsdruck durch die Menschen verändern den Lebensraum und auch das Nahrungsangebot beider Tierarten. Die Auswirkungen des Ganzen erforscht derzeit die Arbeitsgruppe Wildbiologie und Wildtiermanagement unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas König vom Lehrstuhl für Tierernährung der TU München. Die Akademie unterstützt dieses Vorhaben.

Reh wie Gams sehen sich vollkommen veränderten Lebensbedingungen ausgesetzt: Allein durch den starken Klimawandel hat sich die Vegetationszeit um etwa 15 Tage nach vorne verschoben. Sowohl das Reh als auch die Gams sind in der Lage, sich an diese Veränderungen anzupassen, wenngleich in unterschiedlichem Maß. Während das Reh hauptsächlich energiereiche und leicht verdauliche Kost zu sich nimmt und selektiv äst, bevorzugt die Gams im Sommer krautige Nahrung mit einem höheren Rohproteingehalt, im Winter dagegen rohfaserreiche Nahrung.

Diese Unterschiede und ihre Aus-wirkungen auf das gesamte Öko-system wollen die Forscher an der TU München nun genauer untersuchen. Dabei geht es darum, wie sich die Anpassungsfähigkeit des Mikrobioms beider Tierarten, also der Mikroflora des Verdauungstraktes, in den verschiedenen Habitattypen verändert.

Mit ihren Untersuchungen wollen die Wissenschaftler Erkenntnisse zur Wildtierfütterung, dem Nahrungsangebot und dessen Energieverwertung durch diese beiden Arten gewinnen und ihre Ergebnisse mit anderen typischen Regionen Bayerns vergleichen. Weil dieses Projekt sich eingehend mit der Frage beschäftigt, wie Mensch und Tier in einem zunehmend kleiner werdenden Lebensraum eine Koexistenz führen können, wurde es 2019 von der Akademie unterstützt.

Prof. Dr. Andreas König dazu:

„Herzlichen Dank der Akademie für Zoo- und Wildtierschutz. Durch sie war es uns nun möglich, die Analysen des Mikrobioms und seiner Funktionalität bei Reh und Gams
voranzutreiben. Die Ergebnisse versprechen neue Einsichten in die Ernährungsökologie der beiden Arten und ihrer Fähigkeit, in der Vegetationspause stark zellulose- und ligninhaltige Nahrung aufzuschließen.“

Kontakt

Akademie für Zoo- und Wildtierschutz e.V.
Osserstr. 44
81679 München - Germany
Telefon 089 99 88 68 50
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